Ausprobiert: Geführtes Ritual Ho'oponopono

Was ist eigentlich Ho'oponopono? Dieses Wort, welches ich mir sehr genau anschauen muss, bevor ich es überhaupt aussprechen kann. Schon oft habe ich es gelesen, der ein oder andere hat es in einem Gespräch erwähnt, aber ich habe mich noch nie damit beschäftigt. Nun bin ich bei einem Ritualabend in Berchtesgaden gelandet und lasse mich überraschen.

Wir Teilnehmer werden herzlich begrüßt und in einen schönen Seminarraum mit warmer Ausstrahlung geführt, auf dem Boden ist ein Herz aus Blütenblättern geformt, in dessen Mitte eine Kerze steht. Wir platzieren uns in einem Stuhlkreis.
Von den Seminarleitern Sabine Zimmermann und Jörg Möller-Jöhnk erfahren wir, dass Ho'oponopono ein hawaiianisches Vergebungsritual ist, welches eine lange Tradition hat und in den Familien auf Hawaii noch heute für Klärungen angewendet wird. Übersetzen kann man das Wort Ho'oponopono in etwa mit „in Ordnung bringen“ oder wie es die beiden für ihre Arbeit übersetzten Ho‘o = machen, pono = richtig, also etwas „richtig richtig“ machen“. Es ist eine Möglichkeit, Ängste und alte seelische Verletzungen zu lösen, ein Weg zurück in die Einheit, in den inneren Frieden, in die Harmonie.

Ein bisschen mulmig ist mir schon, bei dem Gedanken um die Klärung meines eigenen Themas. Heute Abend geht es darum, uns mit einen bestimmten Menschen in unserem Leben zu versöhnen, der in uns ein unangenehmes und belastendes Gefühl hervorruft. Da fällt mir gleich etwas ein und ich kann mir gar nicht vorstellen, dass dieses jahrelange unangenehme Gefühl verschwinden kann.

Sabine und Jörg führen uns mit Fragen an unser Thema heran. Ich finde die beiden ergänzen sich sehr gut bei ihrer Arbeit, weil sie unterschiedlich in ihrer Art und Weise sind, so dass jeder der verschiedenen Teilnehmer sicher die für sich passende Ansprache findet. Jörg begleitet uns musikalisch mit seiner Gitarre und Stimme, um in unsere emotionale Situation hineinzukommen, hineinzufühlen, hineinzudenken. Ich fühle mich gut aufgehoben.
So werden wir durch vier Phasen hindurchgeführt. Diese helfen uns dabei, uns von den negativen Gefühlen und Verankerungen in unserem Herzen und Unterbewusstsein zu befreien.
1.) Ich nehme das Gefühl an und stehe dazu
2.) Ich vergebe mir und dir
3.) Ich liebe dich und mich dafür
4.) Danke

Das hört sich für mich in diesem Moment erst mal absurd an. Dieser Person verzeihen, nachdem sie mir so etwas angetan hat? Und dann sie auch noch dafür lieben und dankbar sein? Doch Sabine und Jörg führen uns mit ihrer Methode und schönen Ritualen zu unseren wunden Punkten. Ich bin emotional abgetaucht in meinem Thema und ich kann mich voll und ganz auf die einzelnen Phasen des Ablaufs einlassen. Ich stehe zu meinem Gefühl, vergebe, ich liebe und bin zum Schluss tatsächlich dankbar dafür, dieses negative Gefühl in meinem Leben erlebt zu haben. Am Ende des Seminarabends spüre ich Erleichterung und fühle mich befreit, kann mit voller Zuversicht in die Zukunft blicken. Es tut gut, einen Teil Ballast aus meinem Sack abgeworfen zu haben. Ich bin Sabine und Jörg dankbar für ihre Arbeit und für ein Stück Begleitung auf meinem Weg.

Nächster Termin Ho'oponopono

bei Sabine Zimmermann und Jörg Möller-Jöhnk

24.03.2017 Infos unter www.gehedeinenweg.net