Ayurveda – und alles läuft wie geschmiert

Das passende Ayurveda Öl für eine Massage ist entscheidend – Rhyner

Warten Sie nicht so lange, bis Sie bereits leiden müssen, sondern werden Sie aktiv und sorgen vor. Prävention mit Ayurveda fühlt sich leicht an und ist etwas ganz Wunderbares. Sie können sich regelmäßig massieren lassen oder eine Ayurveda Panca Karma Kur buchen. Diese Möglichkeiten müssen Sie aber genau planen sowie finanziell vorab klären. © Text: Irene Rhyner

Der einfache Weg liegt viel näher. Tun Sie etwas für sich! Die Ayurveda Selbstmassage bietet sich hier bestens an. Sie hält den Körper geschmeidig und ist zudem ein effizientes und völlig natürliches Anti Aging Geheimmittel. Regelmäßige Massagen mit Ölen wirken stärkend und verlangsamen den Alterungsprozess. Hierzu gibt es wissenschaftliche Studien, die gerne bei der Autorin angefragt werden können.
In den klassischen Schriften schrieb ein bekannter Ayurveda Arzt bereits vor 5000 Jahren: „Investieren Sie in Ihre Gesundheit, das sind überschaubare Kosten. Wenn Sie krank sind, erhalten Sie laufend Rechnungen von Ihrem Arzt und können nicht abschätzen, wieviel auf Sie zukommt. Sie laufen vielleicht sogar Gefahr, Ihr Vermögen zu verlieren!“
Ayurveda Ölmassagen sind nur dann in vollem Umfang hilfreich, wenn Sie auch ein „wahres“ Ayurveda Öl für die Massage verwenden. Hier fängt der große Unterschied an.
Ayurveda Öle sind immer gekochte Öl-Kräuterzubereitungen, die in einem traditionellen Kochverfahren in einem aufwendigen, alchemistischen Prozess (der mehrere Tage bis zu zwei Wochen dauern kann) hergestellt werden.

Ayurveda Öle
Ayurveda selbst unterscheidet bei den Ayurveda Ölen zwischen:
Thaila: Diese besitzen im Allgemeinen die Farbe, den Geruch und den Geschmack der verwendeten Substanzen und die Konsistenz von Öl.
Kuzhambu: Es sind Öle, die außer Sesamöl auch Rizinusöl und Ghee enthalten. Diese Öle haben eine stark nährende Wirkung (Brimhana). Aus diesem Grund werden Kuzhambu bei Vata-Störungen, verbunden mit Gewebeverlust, Abmagerung und nach Krankheit empfohlen.
Keram: In einigen Präparaten wird Kokosöl statt Sesamöl verwendet. In diesem Fall wird das nicht »Thaila«, sondern »Keram« oder Kokosöl genannt. Kokosöl ist in der Wirkung leicht austrocknend und kühlend. Es eignet sich gut für PITTA und PITTA KAPHA Typen.
Mittlerweile bietet der Markt sehr viele
„Ayurveda Öle“, die aber mit einem traditionellen Ayurvedaöl gar nichts gemeinsam haben. Kaltgepresste Öle mit ätherischen Düften sind für Wellnessmassagen gut und können so ihren Einsatz finden. Aber mit einem Ayurvedathaila für Ayurvedamassagen hat das gar nichts zu tun.

Welches Ayurveda Öl wählen Sie aus?
Bei der Wahl eines Ayurveda Öles sollte die Konstitution Ihres Doshas berücksichtigt werden oder ein Tridosha Öl zum Einsatz kommen.


Bücher von Irene Rhyner

• Europäische Ayurveda Küche
(Königsfurt-Urania Verlag): Zahlreiche Ernährungstipps und zu jedem Rezept Variationsmöglichkeiten für die verschiedenen Doshas (Vata, Pitta, Kapha). Rezepte für eine saisonale, regionale und vegetarische Küche.


• Ayurveda Einsteiger Set 
(Königsfurt-Urania Verlag): Dieses Einsteiger- und Praxisset bietet einen einfachen, spannenden Zugang und direkten Einstieg.


• Ayurveda Kamasutra
Gesunde, erfrischene Partnerschaft und erotische Beziehung für Ihren Ayurvedatyp.



Selbstmassage mit Ayurveda Ölen tut gut!

Nehmen Sie sich ein bis drei Mal pro Woche eine Stunde Zeit für Sich selbst. Es lohnt sich.
Sie benötigen:
• ein bis zwei Handtücher
• Ayurvedaöl für den Körper
• Ayurvedaöl für den Kopf und Gesicht (Alternativ gibt es ein paar Ayurvedaöle, die sowohl für Gesicht, Kopf und Körper geeignet sind, dann brauchen Sie nur eine Sorte Öl.)
• Dusche oder Badewanne
• Warm geheizter Raum (vorzugsweise Badezimmer)
• Auf Wunsch: Kerzenlicht, schöne Musik, Ayurveda Kräutertee

 

Vorbereiten: Je nach Typ wählen Sie Ihr entsprechendes Ayurveda Öl für die Selbstmassage aus. Wärmen Sie (direkt in der Glasflasche) das Öl im Wasserbad auf 38° bis 42° Celsius an. In der Zwischenzeit bereiten Sie das Badezimmer vor. Heizen Sie mit einem Strahler den Raum richtig warm vor. Das ist wichtig, denn der positive Effekt schmälert sich, wenn Ihnen bei der Massage kalt wird.
Setzen Sie sich direkt auf ein Handtuch oder auf einen Hocker oder den Badewannenrand und legen das Handtuch davor, damit Sie die Füße bequem abstellen können.
Leeren Sie das warme Öl in eine kleine Schale und stellen Sie alles in Reichweite sicher vor sich ab. Die Selbstmassage ist ein wunderschönes Ritual. Die Zahl der Wiederholungen schlage ich mit zehn Mal vor. Sie können auch nur sieben Mal oder öfter die Streichungen durchführen. Wichtig ist, daß Sie sich bei jeder Selbstmassage auf eine gleiche Zahl einigen, damit das Gleichgewicht für alle Körperzonen hergestellt werden kann.


Durchführung: Tragen Sie das warme Öl zuerst auf dem Scheitelchackra, dann auf der Kopfhaut und dem Gesicht auf und lassen es einwirken. Dann ölen Sie den gesamten Körper ein, von oben bis unten, den Rücken und Nacken, so gut Sie können. Meist klappt das selbst ganz gut. Vielleicht ist aber auch ein lieber Mensch in der Nähe, der den Rücken für Sie einölen kann.


Nun beginnt die eigentliche Selbstmassage,

sie dauert circa 30 bis 40 Minuten.
Diese unterteilt sich in Streichungen, damit die Energie fließen kann, und in die Massage von Teilregionen. Begonnen wird immer mit den Streichungen, dann wird im Detail gearbeitet und danach wieder mit Streichungen abgeschlossen.
1. Starten Sie in der Körpermitte beim Nabelchackra. Hier befindet sich das sensible Zentrum des Solarplexus, der unsere Körperorgane über das autonome Nervensystem reguliert.
2. Kreisen Sie mit der Handfläche im Uhrzeigersinn zehn Mal um den Nabel herum.
3. Streichen Sie eine Körperhälfte vom Nabel ausgehend über die Brust zu den Schultern und von dort den Arm hinunter bis zu den Händen und Fingern, zehn Mal.
4. Wiederholen Sie das auf der anderen Hälfte des Oberkörpers zehn Mal.
5. Danach wenden Sie sich nach unten. Vom Nabel über die Hüfte und Oberschenkel zu den Unterschenkeln und Füßen samt Zehen. Nach zehn Mal auf der anderen Körperhälfte wiederholen.
6. Massieren Sie nach Gefühl und Freude Ihren Kopf und Gesicht, vergessen Sie nicht die Ohren und den Nacken.
7. Dann arbeiten Sie sich richtiggehend durch den ganzen Körper. Schultern, Bauch, Hüften, Finger, Knie, Zehen. Massieren Sie das Öl mit kreisenden Bewegungen ein.
8. Danach wieder mit den Streichungen abschließen.
9. Nun können Sie sich ein Bad einlassen und im Ölbad suhlen. Oder Sie setzten sich in eine Sauna oder ein Dampfbad. Oder Sie duschen das überschüssige Öl heiß ab.
10. Hüllen Sie sich danach in einen kuscheligen Bademantel und ruhen und schwitzen noch 15 Minuten nach.
11. Trinken Sie ein bis zwei Tassen Ayurveda Kräuter Chai und lassen Sie die sanfte Berührung nachklingen.

 

Sie werden sehen, danach fühlen Sie sich sehr gut und wie neugeboren.
Je nach Typ sind Sie dann entweder aktiviert und wollen tanzen gehen oder besänftigt und fallen in einen Tiefschlaf. © Anleitung: Irene Rhyner


Irene Rhyner ist seit über 20 Jahren Ayurveda Spezialistin und hat als Autorin bereits drei Bücher publiziert. Persönliche Beratungen in München können per E-Mail vereinbart werden über irene.rhyner@ayurveda-rhyner.com
Weitere Angebote: Typenbestimmung (Dosha und Triguna), Ernährungsberatung, Massagen, Workshops, HomeKuren und andere Programme. www.ayurveda-rhyner.com