Ayurveda – Was wissen Sie vom Leben?

Was wissen Sie vom Leben? Ein Text über Ayurveda von ©Text: Walpurgis Schwarzlmüller

Vor 20 Jahren noch als „„Gesundheitssekte” deklariert, verbindet heutzutage fast jeder mit Ayurveda eine leckere, gesunde Küche, Naturkosmetik oder Massageprogramme in Hotels oder Alternativkliniken. Was hat nun das fernöstliche Ayurveda wirklich damit zu tun?

©Text: Walpurgis Schwarzlmüller

Die Übersetzung der Sanskritbegriffe Ayur = Leben(sspanne) und Veda = vollständiges Wissen zeigt uns ein viel tieferes und weiteres Wissen auf, als allgemein bekannt ist. Aus der Hochkultur Indiens vor mindestens 5000 Jahren stammend, wurde die von großen weisen Sehern (Rishis) erkannte „Lehre“ nach Familientradition vom Vater (Meister) zum Sohn (Schüler) weitergegeben.

Geheimnisvolles Wissen, das über Leben und Tod entscheiden kann…
Der Film „Ayurveda – die Kunst des langen Lebens“ von Pan Nalin zeigt mehrere solcher großartigen Ayurvedaärzte auf einfühlsame Weise in Aktion: In einem alchemistisch anmutenden Prozess wird Quecksilber zu Medizin verarbeitet, die Frau des Meisters isst das Produkt vor der Kamera und es scheint ihr dabei sehr gut zu gehen. Derselbe Vaidya (Ayurvedaarzt) drückt einer lebendigen Ziege einen bestimmten (Marma-)Punkt, sodass diese tot umfällt und nach Druck auf eine andere Körperstelle wieder meckernd davon läuft… Ein Wissen, das über Leben und Tod von Lebewesen entscheiden kann. Aus diesem Grund wurde dieses Geheimwissen früher nur an Menschen mit entsprechendem Bewusstsein weitergegeben.


Warum nun Maharishi Ayurveda?
Das Besondere am traditionellen Maharishi Ayurveda ist der ganzheitliche Ansatz, nämlich die gleichzeitige Harmonisierung und Koordination von Geist, Emotionen und Körper. In der Folge bewirkt der richtige Umgang mit ayurvedischen Produkten und Behandlungen eine lebensfördernde Bewusstseinserweiterung, was sich im Alltag durch mehr Klarheit im Denken, effektiveres Handeln sowie verstärkte innere Ruhe und Zufriedenheit zeigt. Mensch, was willst du mehr!
Ich persönlich fühlte mich genau aus diesen Gründen vor 27 Jahren von dem universalen System des Ayurveda sehr angezogen, wie auch von Yoga und Meditation. Ursprünglich gehörte dies alles zusammen, da die Zugänge sich ergänzen und den positiven Erfolg verstärken können.
Es ist wunderbar, sich selbst und seinen Lieben mit einfachen Hausmitteln etwas Gutes zu tun und dabei noch Geld zu sparen! Ayurveda ist ein großes Geschenk von Mutter Natur, das die einheimischen beziehungsweise lokalen Angebote sehr wohl berücksichtigt. Im Zeitalter der globalen Vernetzung finde ich es auch legitim, Gewürze und Nahrungsmittel beziehungsweise Kosmetika aus anderen Ländern zu verwenden. Ingwer und Kurkuma (Gelbwurz) sind auch bei uns aus der ayurvedischen Küche nicht mehr wegzudenken. Die richtige Verarbeitung und Einnahme will gelernt sein.


Erde – Wasser – Feuer – Luft und Raum (Äther

1. Vata, das Lebensprinzip mit ungerichteter Bewegung, ist leicht, trocken, kühl, rau und zusammenziehend
2. Pitta, das Feuerprinzip, ist heiß, flüssig, sauer, pikant und ausdehnend mit zielgerichteter Bewegung
3. Kapha ist unbeweglich, fest, schwer, kalt, langsam, sanft und ölig

Alles – also auch wir Menschen – bestehen aus diesen, den Urelementen (Mahabhutas) abgeleiteten Erscheinungsformen der Schöpfung. Es geht einfach darum, diese durch entsprechende Verhaltensweisen (also auch mithilfe von Ernährung) in sich selbst ins Gleichgewicht zu bringen, um sich gut oder besser zu fühlen.



Worauf ist beim Kauf von ayurvedischen Produkten zu achten:
• Nur biologisch zertifiziert, da ein Großteil der Böden in asiatischen Ländern leider von Chemikalien verseucht ist. Die Großkonzerne erlaubten sich, die meist sehr armen Bauern billigst einzukaufen und Kunstdünger zur Ertragssteigerung massiv zu verbreiten. Viele der billigen Produkte enthalten laut wissenschaftlichen Untersuchungen Schwermetalle und andere schädliche Substanzen.
• Erfahren Sie von einem erfahrenen Ayurvedaarzt mittels Pulsdiagnose, welcher Typ Sie sind. Ich empfehle: www.ayurvedaarzt.at (Ried i.I./O.Ö.), www.ayurveda.at (Wien) und www.ayurveda-institut-muenchen.de.
• Gehen Sie nach den eigenen „echten“ Bedürfnissen (zu unterscheiden von Gewohnheiten oder Süchten) und dem Gefühl, das Sie nach der Einnahme von Gewürzen, etc. haben. Vorübergehend kann eine Reinigung erfolgen, aber längerfristig sollten Sie sich besser als zuvor bzw. im harmonischen Gleichgewicht fühlen.
• Achten Sie darauf, ob Sie Wärmendes, Erhitzendes oder Kühlendes brauchen. Grundsätzlich wird im Ayurveda warme Nahrung bevorzugt, um Agni, das Verdauungsfeuer, anzukurbeln. Dennoch brauchen „Feuertypen“ oftmals etwas Kühlendes, was zum Beispiel durch Pflanzen wie Aloe Vera, Fenchel, Koriander gedeckt werden kann. Keine kalten Getränke oder Speisen aus dem Kühlschrank!

Ayurvedischer Koch-Kurs
10 bis ca. 17 Uhr
Vormittags findet eine Einführung in die ganzheitliche indische Gesundheitslehre mit vielen praktischen Tipps und Tricks statt. Am Nachmittag wird ein vollständiges ayurvedisches leckeres Menü (alle sechs Geschmacksrichtungen enthaltend) zubereitet und gemeinsam gegessen. Termine unter: www.walpurgisartundweise.com
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Über das Kräutersammeln

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Mag. Walpurgis Schwarzlmüller ist Maharishi Ayurvedaexpertin, leitet das Zentrum für Kreative Intelligenz (ZEKI) in Hallein-Rif, wo sie regelmäßig Ayurveda-Einführungen und Kochkurse anbietet. Außerdem ist Walpurgis Schwarzlmüller zertifizierte Yogalehrerin und bildet aus. www.walpurgisartundweise.com