Bitten, beten, danken. Hallo lieber Gott!

Bitten, beten, danken. Hallo lieber Gott. ©Text: Bernadette Schwienbacher

Beten und Bitten gehören zu unserem alltäglichen Tun. Meist geschieht das fast nebenbei und vorwiegend beten Menschen in der Hoffnung, dass ihre Wünsche nach Gesundheit, Geld und anderen materiellen Dingen erfüllt werden. Beten scheint die beste Möglichkeit zu sein, mit dem Schöpfer in Verbindung zu treten. Doch nur wenige integrieren die kraftvollen Aspekte vom Beten, Bitten und
Danken aktiv in ihr Leben.     ©Text: Mag. Bernadette Schwienbacher

Beten hat denselben Sinn wie bitten, und tatsächlich ist für den Mensch das Gebet ein Ritual geworden, den Schöpfer um die Erfüllung seiner Wünsche zu bitten. Doch Beten soll mehr als das Aufsagen vorgegebener Worte oder das ständige Wollen-nach-mehr sein. Laut dem Bedeutungswörterbuch von Duden ist Beten sinnverwandt mit Meditieren. Es geht darum, in sich zu gehen, eine göttliche Verbindung herzustellen und von Herzen aus Kontakt zur lebensspendenden Kraftquelle zu schaffen.
Aus den Evangelien entnehmen wir, dass Jesus auf drei äußerliche Elemente bei seinem Gebet Wert gelegt hat, die auch heute noch sinnvoll sind: die Regelmäßigkeit hinsichtlich des Ortes, der Zeit und das Verweilen in möglichst engem Kontakt mit der Erde. Der Morgen und der Abend eignen sich bestens, den Tag auf diese Weise zu beginnen und zu beschließen. Ideal ist ein ruhiger Platz in der Natur am Wasser oder unter einem Baum.
Wer seinen Tag damit beginnt, dieses vertraute Verhältnis aufzubauen und als erstes für alles Gute in seinem Leben zu danken, wird schnell merken, wie eine positive Veränderung im Leben spürbar wird. Wer glaubt, nichts zu haben, für das er schon frühmorgens Dank empfinden könnte, sucht zu Anfang mindestens fünf Dinge, die sein Leben bereichern. Es zählt jede vermeintliche Kleinigkeit: Dass man Augen hat, die noch lesen können oder die Decke, die einen nachts warm gehalten hat. Denn viel zu oft nehmen wir alles wie selbstverständlich hin und erkennen nicht, mit welchen Geschenken wir jeden Tag gesegnet sind.
Am Abend ist es sinnvoll, den Tag Revue laufen zu lassen und für alle guten und vermeintlich negativen Erlebnisse zu danken. Negative Erfahrungen sind nichts anderes als Lernstufen auf unserem Weg, die dazu anregen, beim nächsten Mal konkret etwas im eigenen Verhalten zu ändern, damit das Gespräch oder die Situation einen glücklicheren Ausgang findet. Das Gebet um göttliche Unterstützung hilft dabei, die Hürden zu überwinden und auch Heilung in bereits geschehene Abläufe zu bringen. Jedes Gebet und auch jeder Dank kann mit dem Wort Amen beendet werden, die kraftvolle Bedeutung von „Es sei“ oder „So sei es“.

Lesen Sie weitere Artikel von Bernadette Schwienbacher:
Die acht Säulen der Gesundheit

Prana – Eingebettet sein in die Energie des Universum

........................................................................................................

Bernadette Schwienbacher arbeitet seit mehr als 30 Jahren selbständig als Therapeutin und Ausbilderin für Prana, Innerfitness® und 5 Tibeter®. Ihr Ziel ist es, Menschen auf natürliche Weise auf Wege in die Gesundheit zu begleiten. Dabei setzt sie Natur, Atem, Denken, Bewegung, Ernährung und Achtsamkeit ein. Ausbildungen beginnen im April. www.therapie-bz.com