Das Geheimnis zwischen uns

Unzählige Bücher wurden schon zu diesem Thema geschrieben, tausende Gedichte verfasst und Lieder gesungen. Etliche Filme erzählen darüber. Doch was ist das wirklich Männliche, das wirklich Weibliche in dessen reiner, exotischer Schönheit? Ohne all die Schnörkel und Verunstaltungen einer Sichtweise, bei der in Vergessenheit geriet, dass Frau und Mann im Grunde eines sind – Liebende!  © Text: Arvin Thomas Müller

Wie können und wollen wir uns einem Thema annähern, das so viel Verzerrung erfahren hat und von so viel Verletzung geprägt ist? Beginnen wir ganz sanft, mit dem Annehmen von allem, was da ist. Es gilt zu akzeptieren, dass wir Jahrhunderte in unserem Gepäck mit uns tragen, während derer die Frauen einem herrschenden Männerdenken unterstellt waren, was zu Leid und Trennung voneinander geführt hat.
In dem Erkennen, dass diese Trennung weder für die Frauen noch für die Männer wirkliche Erfüllung brachte, zeigt sich ein erster wesentlicher Schritt. Denn zum Verstehen und Finden eines Pfades für Veränderung kommt es vor allem auf eine erweiterte Bewusstseinserfahrung an, die mit neu erwachten Gefühlen einhergeht.
Schauen wir auf das Geschehene zurück, dann wird deutlich, dass mit der Unterdrückung der Frauen auch unsere Gefühle stark eingeschränkt wurden. Dabei sind es doch gerade unsere Gefühle, die uns deutlich machen, was wir als schöpferische Wesen denken, was wir tun und wie wir unsere Gesellschaft, unser Miteinander gestalten wollen. Fehlen diese freien Empfindungen, die die Wirkung unseres Denkens erfassen können, greifen wir nur auf sture alte Gewohnheiten zurück. Doch diesen darf von nun an wieder das ganzheitliche Maß unserer Gefühle zur Verfügung stehen!

Die Liebe als Vermittler zwischen dem Männlichen und dem Weiblichen
Um unsere Gefühle, die das Weibliche repräsentieren, zu befreien, haben wir auch unser Denken, das für das Männliche steht, auf etwas Aufbauendes auszurichten. Wie immer, wenn es um etwas wirklich Wichtiges geht, kann dabei die Liebe vermitteln. Aus ihr erfahren wir, was die Weiblichkeit schon immer sein möchte – pure Entfaltung, reine Schönheit, gelebter göttlicher Ausdruck – was durch eine männliche Haltung von liebevollen Gedanken, einem Raum schenkenden Rahmen und Handlungen, die das Miteinander fördern, getragen ist. Männliches und Weibliches vereinigen sich auch in uns.
Hier kommt wieder beides zusammen. Es darf ein neues Spiel zwischen uns geschaffen werden. Was vorher Drama, Eifersucht oder Besitzdenken hieß, verwandelt sich auf feine, belustigende Art in ein Spielfeld des Erlaubens und Freilassens, in dem wir selber Erfüllung erfahren, sie fördern und verschenken.
Liebe ist die Fackel der Freiheit. Sie möchte verbinden und heilen. Aus ihr entsteht neben neuem Leben auch die Einsicht, dass Wunderschönes sich einfach dadurch entwickelt, indem vermeintliche Unterschiede als Geschenke füreinander entdeckt werden.
Eine Entwicklung, die unser aller Leben bereichert. Die dabei freigesetzte Lebensfreude dürfte irgendwann wie ein Feuerwerk des Neubeginns in all unseren Herzen erblühen und umgesetzt werden wollen. Wie die Flügel eines Schmetterlings gehören wir zusammen. Und das bleibt so, für immer.


Arvin Thomas Müller wirkt als Muse beratend und begleitend für das Schöne & Neue www.slow-good.de