Geld macht nicht glücklich – oder etwa doch?

Geld macht nicht glücklich – oder etwa doch?

Kennen Sie vielleicht das Gefühl, dass in Ihrem Leben immer irgendwie zu wenig Geld da zu sein scheint? Dafür kann es viele Gründe geben – keiner davon hat wirklich mit Geld zu tun. Lesen Sie hier, wie innere Glaubensmuster unser  Verhältnis zu Geld beeinflussen.    ©Text: Sabine Zimmermann

Während meiner „aktiven“ Zeit als Bankkauffrau habe ich viele Menschen bei ihren Geldangelegenheiten beraten. Das ist viele Jahre her. Doch schon damals sind mir Merkwürdigkeiten beim Umgang mit Geld aufgefallen. Während manche Menschen scheinbar nie Geldsorgen haben, scheint der Kontostand bei anderen ein Dauerthema zu sein. Entweder ist nie Geld da, oder es ist stets zu wenig da, oder es ist nie lange da. Bei manchen Menschen scheint das Geld sogar regelrecht zwischen den Händen zu zerrinnen, ganz egal, was sie tun. Von außen betrachtet, mag es den Anschein haben, als ob jemand nicht mit Geld „umgehen“ kann oder einfach nur immer „Pech“ hat. Doch das stimmt so nicht.
Denn Geld an sich ist nie das wirkliche Problem. Geld ist reine Energie, und diese für sich ist weder gut noch schlecht. Man kann mit Geld viele wunderbare Dinge tun, man kann es aber auch für allerlei Unsinniges ausgeben. Im Grunde genommen sind wir die gleiche Energie wie das Geld – es ist also nichts, was von „außen“ kommt und uns aus diesem „Außen“ heraus glücklich machen kann – so sehr wir uns auch endlich den Lottogewinn herbeisehnen mögen. Ebenso wenig kann uns das „Fehlen“ von Geld wirklich unglücklich machen. Was glücklich macht, ist das Gefühl der Fülle, während das Gefühl des Mangels auf Dauer unglücklich macht. In beiden Fällen geht es also gar nicht um Geld, sondern um ein emotionales Muster.


Glaubensmuster und Blockaden lassen sich auflösen
Mit Methoden der energetischen Psychologie lassen sich diese unbewussten Muster und Blockaden erkennen und löschen – wie Daten auf der Festplatte eines Computers. In meiner Praxis fällt mir immer wieder auf, dass es unglaublich viele Glaubenssätze gibt, die etwas mit dem Thema „Geld“ zu tun haben, zum Beispiel:


Geld macht nicht glücklich.
Über Geld redet man nicht.
Reichtum schafft nur Neid.
Ohne Fleiß kein Preis.
Du hast das nicht verdient.


Viele dieser Aussagen haben wir schon als Kind – meist von den Eltern – gehört und übernommen. Diese „Programme“ sind uns meist gar nicht bewusst. Dennoch können sie im späteren Leben zu einer wahren Erfolgsbremse werden und sogar unseren Kontostand beeinflussen.

Yin und Yang – Das weibliche und das männliche Prinzip
Häufig haben Geldprobleme aber auch noch eine andere Ursache. Das Yin-Yang-Symbol verweist uns auf das Prinzip der Polarität, das heißt, jeder Pol besitzt einen Gegenpol – Tag und Nacht, hell und dunkel, Sonne und Mond, männlich und weiblich. Diese Gegensätze bilden eine Einheit, so dass jeder Mensch, ob Mann oder Frau, idealerweise sowohl „männliche“ wie auch „weibliche“ Energien gleichermaßen in sich hat. Während die männliche Energie aktiv, zielorientiert, planend, fokussiert und strukturiert ist, ist die weibliche Energie schöpferisch, kreativ, aufnehmend, umwandelnd und heilend. Sehr oft leben wir aber nur den einen Pol und lehnen den anderen unbewusst ab. Gerade Geldprobleme wurzeln häufig in einer Ablehnung der eigenen Männlichkeit – und zwar bei Frauen wie bei Männern gleichermaßen. Denn für einen erfolgreichen Umgang mit Geld braucht es in der Regel die Annahme des männlichen Pols. Grund für die Ablehnung kann zum Beispiel ein unbearbeiteter Vaterkonflikt sein. Bei Frauen kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu: Ihnen fällt es oft schwer, Macht und Verantwortung zu übernehmen. Denn über Jahrhunderte hinweg haben Frauen gelernt, dass sie von Männern abhängig sind und keine eigene Macht und Verantwortung haben dürfen – nicht einmal über sich selbst. Deshalb erwarten manche Frauen häufig noch heute vom Mann die Lösung ihrer Probleme – auch in Geldangelegenheiten. Erst wenn dieses Thema geheilt wurde, können die Frauen wieder in ihre eigene Macht und Verantwortung kommen.  
Übrigens werden viele Symbole aus der Finanzwelt mit dem männlichen Prinzip in Verbindung gebracht, wie zum Beispiel der „Wall-Street-Bulle“. Doch auch in der Welt der Finanzen braucht es beide Pole – die jahrhundertelange Dominanz des männlichen Prinzips führt hier immer wieder zu Verwerfungen. Je mehr Frauen daher ihre eigene Macht leben, umso mehr kann die weibliche Energie diese Übertreibungen „heilen“.

 

SEMINARE: Sabine Zimmermann gibt zu verschiedenen Themen Seminare (Ho’oponopono, Die Fülle leben, Reisen ins Land der Seele). Aktuelle Seminare unter www.gehedeinenweg.net

 

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Sabine Zimmermann arbeitet als Autorin, freiberufliche Trainerin und Coach vor allem mit Führungskräften im Finanzbereich. In ihrer Praxis als Heilpraktikerin für Psychotherapie in Berchtesgaden unterstützt sie Klienten beim Auflösen von Glaubenssätzen und emotionalen Blockaden. www.gehedeinenweg.net


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