Von der seltsamen Spiegelwelt eines heiligen Berges

Die Nordseite des Untersbergs – die Schattenseite des Berges im Sinne der Polarität.
Die Nordseite des Untersbergs – die Schattenseite des Berges im Sinne der Polarität. © Foto: Rainer Limpöck

Berge werden als Wohnsitz der Götter in vielen Kulturen verehrt: der Kailash in Tibet, der Ayers Rock in Australien, der Adams Peak in Sri Lanka – und lange Zeit war auch unser Untersberg nicht nur als Wunderberg, sondern auch als Sitz der Bergmutter Percht bekannt. © Text und Foto: Rainer Limpöck

In den letzten Monaten berichteten viele großen Online-Nachrichtenportale über den Untersberg, seine Zeitanomalien und dort verschwundene Menschen. Gibt es dort gar Portale in andere Welten und Dimensionen, von denen sogar alte Sagen berichten? Warum geschehen dort immer wieder Wunder oder wundersame Begegnungen mit Wesen aus scheinbar einer anderen Zeit und Welt?
Geomanten erkennen in dem markanten Gebirgszug mit seiner ausgeprägten tafelartigen Hochfläche schon seit einiger Zeit einen energetischen Vortex – einen Knotenpunkt des globalen Erdnetzgitters, eine heilige Geometrie (Goldener Schnitt) und besondere Kraftorte. Und wieder gibt es Hinweise aus der Mythologie des Berges, wie zum Beispiel aus der Lazarus Gitschner-Sage, die zwölf Kult-/Kraftorte rund um den Berg beschreibt. Ein Mönch soll dabei einen ehemaligen Stadtschreibergehilfen von Bad Reichenhall in die Geheimnisse des Berges eingeweiht haben. Seltsamerweise werden jene zwölf unterirdischen Ausgänge durch die moderne Höhlenforschung immer wahrscheinlicher. Die Höhlenforscher selbst scheinen dabei das sogenannte Resonanzgesetz zu bestätigen. Je tiefer sie in den Wunderberg eindringen, desto beeindruckender sind ihre Erkenntnisse, was zum Beispiel die Ausdehnung des Höhlensystems oder den Wasserhaushalt betrifft.


Doch auch Unfälle markieren ihren Weg in die Unterwelt, wie das Riesending-Unglück von Johann Westhauser und der Todesfall von Sabine Zimmerebner in den letzten Jahren zeigten. Auch „normale“ Bergsteiger erfahren ihr Schicksal am Berg, wie der tödliche Sturz des Skitourengehers Karl Kammerer in eine Schachthöhle, der Absturz der Amerikanerin Jessica Bruinsma, den sie nur knapp überlebte, und der tödliche Absturz des bekannten Salzburger Winterfest-Initiators Georg Daxner in den Weißbach. Jener Weißbach begann dann Monate später selber zu „bluten“. Ein gewaltiger Bergsturz hatte sein Wasser blutrot eingefärbt und über viele Tage ein dramatisches Naturschauspiel inszeniert. Ein halbes Jahr später „blutete“ auf der anderen Seite des Bergs eine Madonna ... Alles ganz normale Vorgänge, Zufälle, Schicksale?


Merkwürdig sind die Verbindungen von Forschern und Bergsteigern, von scheinbar unbedeutsamen Schicksalstagen mit dem regionalen Jahreskreis und seinen Festen. Es zeichnet sich eine Matrix ab, die schon in der Mythologie des Berges sich abzeichnet. Vieles ist schwer verständlich, scheint sogar – wie in der Überlieferung von der seltsamen Felsinschrift in der Lazarus-Sage – bewusst codiert zu sein. Doch sowohl die Sprache der Natur als auch jener ominöse Untersbergcode können heute wieder verstanden werden: mit viel Gespür und Herz – oder auch mit Fachwissen zu Sprache und Heimat.



Das letzte Geheimnis des Untersbergs scheint in den alten Mauern eines Salzburger Klosters aufbewahrt zu werden.
Wer sich auf Selbstfindung oder seinen spirituellen Weg am Untersberg begibt, wird dort viele Orte der Einkehr finden. Nicht nur die zwölf Kirchen bieten dazu Raum, es kann genauso auch die Teilnahme an der jährlich stattfindenden Untersbergwallfahrt von Großgmain aus sein oder ein Blick in seine Unterwelt. Das sagenumwobene Nixloch bei Hallthurm oder das Kultareal oberhalb von Fürstenbrunn (Karlsohr, Fürstenbrunner Quelle, Grasslhöhle), die Irlmaiermadonna in der Almbachklamm, das Energiezentrum „Mittagsscharte“, der Genius Loci nahe dem Salzburger Hochthron, der Marienheilgarten mit dem Untersbergmenhir.
Im Sommer 2016 erschien das Sachbuch „Der Untersbergcode“ von Rainer Limpöck. Darin werden Zusammenhänge der wundersamen Ereignisse am Untersberg in den letzten Jahren beschrieben.

ZUM WEITERLESEN:
• Mythos Untersberg.
 Hoch und Heilig

• Der Untersbergcode
• Magisches Berchtesgadener Land    (Wanderführer)

• Magisches Salzburger Land (Wanderführer)
Alle Bücher sind im Verlag Plenk Bechtesgaden erschienen

 

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Sabine Zimmermann, Sozialpsychologin, Mediatorin, Coach und Heilpraktikerin für Psychotherapie für die Kraftquelle

Rainer Limpöck ist gebürtiger Bad Reichenhaller, und widmet sich als Schriftsteller und Heimatforscher speziell der Entschlüsselung der heimatlichen Mythen und damit verbundenen Kraftorten und Kultplätzen. www.untersberg.org und www.kraftort.org