Leben ist Klang und Schwingung

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Wir sind alle einzigartig und besitzen eine individuelle Eigenschwingung. Ist diese in Balance, sind wir im Einklang und gesund. Genau das ist das Ziel von Yoga und Ayurveda – beide Systeme nutzen dazu seit jeher heilende Klänge. ©Text: Selma Brenner

Gesundheit nach Ayurveda
Gesundheit im Ayurveda wird mit „Svastha“ bezeichnet, dem „im Selbst gegründet Sein“. Um Urvertrauen und damit Gesundheit zu erhalten oder wiederherzustellen, werden neben Meditation und Yoga, Massage, Reinigungsverfahren und Kräutern auch Klang und Musik genutzt.
Schwingungen spielen dabei eine wichtige Rolle. Gemäß Ayurveda hat jedes Ding und jedes Lebewesen eine eigene Schwingungsfrequenz. Schwingen Zellen und Gewebe im Eigenklang, so fließen die Energien im Körper frei und ungehindert, und der Mensch lebt in Gesundheit und Wohlbefinden.


Urklänge und Mantras
In der vedischen Urklangtherapie werden Klänge wie der Herzschlag, der Wind, Regentropfen oder Wellenrauschen in Verbindung mit Wortsilben oder Wörtern zur Meditation genutzt. Die Begründer der indischen Spiritualität und des Hinduismus, die Rishis, haben die Klänge der Natur in Worte gefasst und diese an ihre Schüler weitergegeben. Später kam das Wiederholen von Gottesnamen und Gebeten dazu.
In der klassischen Mantra-Meditation wird ein Mantra von einem Lehrer an einen Schüler gegeben. Wiederholt dieser bewusst und mit Hingabe „sein“ Mantra, kann die Wirkung tiefgreifend sein. Durch die ständige Wiederholung in einem bestimmten Rhythmus entstehen Klang-Schwingungen und heilsame Energien, die den Körper und die Seele durchdringen.

Ragas, Chanten und Tönen
In der indischen Musik sind es die Ragas, deren verschiedene Intervalle eine bestimmte Wirkung beinhalten. Aus ihnen erwachsen Melodien und Kompositionen, die verschiedenen Tages- und Jahreszeiten, Witterungen und Doshas gewidmet sind. Sie haben harmonisierende und ordnende Einflüsse, die persönlich oder durch das Fühlen der Doshas mittels Pulsdiagnose wahrgenommen werden.
Auch das Chanten (Singen) nutzt die auf Resonanz beruhende Wirkung. Beim Chanten verlagert sich zudem die Aufmerksamkeit vom Kopf zum Herz, dorthin, wo wir das Urvertrauen spüren. Dazu braucht es nicht zwingend Sanskrit-Wörter. Aber Sanskrit ist die Muttersprache vieler moderner Sprachen und somit ein Punkt linguistischer Einheit. Sanskrit-Klänge wie „Mmm” und “Ah” aus dem „Om“ oder “Shhh” vermitteln Bedeutungen, denen Babys auf der ganzen Welt vertrauen. Sie lösen ein Gefühl der Einheit, des Wohlbefindens und der Zeitlosigkeit aus.

Einsatz in der Yogatherapie
Klang spielt auch in der Yogatherapie eine große Rolle. Zusätzlich zu klassischen Yoga-Asanas und Pranayamas werden Töne und Mantras auf bestimmte Krankheitsbilder anwendet. Neben den energetischen und physiologischen Effekten, wie Erdung, Kühlung oder das Spenden von Energie, werden dadurch nachweislich emotionale und kognitive Veränderungen ermöglicht, Selbstbewusstsein und Beständigkeit des Geistes werden erreicht.

Ein paar Beispiele:
* Asanas werden beim Ausatmen mit Tönen wie „Mmm“, „Sss“ oder „Fff“ begleitet. Auch Bija-Mantren wie „Ha“, „Om“ oder Mantras wie „Namaha“ (frei übersetzt: Ich gebe mich hin) dienen als Anker und um den Geist zu beruhigen, die Ausatmung zu verlängern oder Anspannung zu reduzieren.
* Brahmari-Pranayama, wo die Ausatmung dem Summen einer Biene gleicht, wird bei der Behandlung von Erkrankungen wie Depression, Burnout oder Angststörungen eingesetzt.
* Shitali und Sitkari, zwei verwandte Techniken, nutzen einen zischenden Laut bei der Einatmung, um Harmonisierung und Kühlung, zum Beispiel bei Hitze oder Aufregung, zu erreichen.

Ohne Nebenwirkung
Der Einsatz von Klang und Stille kommt ohne schädliche Nebenwirkungen aus und wird vor allem in Feldern wie Intensivmedizin, Neurorehabilitation, Neonatologie oder Geriatrie  eingesetzt. Also in Bereichen, in denen sich die Betroffenen oft nur nonverbal mitteilen können.
Auch bei Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems, bei Krebstherapien oder zur Durchführung von Operationen wirkt sich Klang positiv aus. Oftmals kann dadurch die Dosierung von Schmerzmitteln, Sedativa oder Anästhetika verringert werden.
Je nach Rhythmus und Stil wirken Töne beruhigend oder beschwingend auf das Herz-Kreislaufsystem. Der Kortisolspiegel sinkt, die Thymusdrüse wird angeregt.

Der Klang der Stille
Die Wirkung von Klang entsteht immer im Zusammenspiel mit Stille. Die Stille ist nicht „nichts“, sondern der Raum, in dem Töne nachwirken und in dem Neues entstehen kann – der Raum von Kreativität und Urvertrauen.


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29. & 30.03.19   
Yogaphilosophie: Sanskrit – die heilige Sprache
ab 26.03.2019   
Ayurveda Practitioner-Ausbildung
(bis März 2022, berufsbegleitend; auch
jährlich/modulweise buchbar)
02. – 05.05.2019
Yogatherapie-Unterricht für das
Herz-Kreislaufsystem

14. & 15.06.2019 
Yogaphilosophie: Mantra Yoga – heilige Laute und Klänge

20. – 23.06.2019    
Yogatherapie-Unterricht für
den Bewegungsapparat
ab 27.09.2019    
200h-Yogalehrer Ausbildung, Yoga
Alliance-zertifiziert (bis Mai 20*, acht Monate,
berufsbegleitend)
02. – 05.10.2019   
Yin Yoga-Lehrerausbildung mit Tanja Seehofer
• 07. – 10.11.2019 
Yogatherapie-Unterricht für Verdauung
und Bauchorgane


Mehr Info bei Selma Brenner, +43 664 5024867, www.yogaplace.at sowie WIFI Salzburg.


Selma Brenner ist seit 20 Jahren begeisterte Yogini und vielfach ausgebildet (Iyengar Yoga®, Vijnana Yoga ®, Yin Yoga, Svastha Yoga Therapie®
und The Work®). Die transformierende Kraft und die Freiheit von Yoga zu vermitteln ist ihre Herzensmotivation. Mehr zu ihren Ausbildungen rund um Yoga und Ayurveda: www.yogaplace.at