Das Schicksal eines Menschen ist kein Zufall!

Bernhard P. Wirth im Interview mit Stefan Plenk
Bernhard P. Wirth (li.) im Interview mit Stefan Plenk (re.)

Wir leben in einer sehr aufgewühlten Zeit. Immer mehr Menschen suchen Antworten auf die Fragen des ”Mensch-seins“ und nach einer seelischen Orientierung. Der Jahrmarkt ist jedoch bei diesen Themen sehr bunt geworden und der Buchhandel damit überschwemmt. Reines Wissen ist für den Suchenden eine Herausforderung geworden. In diesem Interview geht  Stefan Plenk mit Bernhard P. Wirth (Mystiker und Bestsellerautor zum Thema ”The Secret of Life“) auf Spurensuche …

STEFAN PLENK: Herr Wirth, wie der Titel Ihrer Seminare und Vorträge „The Secret of Life“ bereits verrät, beschäftigen Sie sich mit nicht alltäglichen Themen. Was können sich die Leser darunter vorstellen?
BERNHARD P. WIRTH: „The Secret of Life“ steht für Themen, Wissen und Erkenntnisse aus alten Überlieferungen und Traditionen, die in unserer Zeit weder in Schulen noch an Universitäten gelehrt werden. Viele esoterische und mystische Bücher, die wir heute im Buchhandel kaufen können, versprechen zwar durch ihren Titel vom tiefen Wissen zu erzählen, doch meistens kratzen sie nur an der Oberfläche. Und alte Texte, die das reine Wissen lehren, sind ohne Symbolik- und Denkschlüssel für den heutigen Leser nicht im Ansatz zu verstehen. Hier bekommt das Wort Esoterik seinen wirklichen Wortsinn, denn „Eso“ heißt geheim, geheim für die Menschen, die den Schlüssel nicht besitzen.
Wie kamen Sie zu den nicht alltäglichen Themengebieten?
Mein Interesse nach Antworten auf die Fragen „Wer?“ und „Warum?“ begleitet mich seit meinen Jugendtagen. WER bin ich und WARUM bin ich hier? Die nur biologischen und wissenschaftlichen Antworten genügten mir nie. Heute weiß ich, dass die Fragen nach dem Sinn des Lebens eine meiner Seelenaufgaben sind. Das Gesetz der Resonanz brachte mich in den vergangenen 40 Jahren mit wissenden Menschen in Kontakt, die das alte Wissen in ihrer Reinheit und Klarheit kannten. Leider sind sie alle aufgrund ihres Alters aus dieser Welt entrückt.
Würden Sie uns die Namen dieser „wissenden“ Menschen verraten?
Natürlich, ist ja kein Geheimnis: Thorwald Detlefsen, Oskar Schlag und Friedrich Weinreb. Jeder auf seine Art hat viel dazu beigetragen, dass in unserer Zeit das tiefe Wissen nicht verloren ging.
Welche Überlieferungen und Traditionen standen und stehen bei Ihnen im Fokus?
Als erstes, ohne die Reihenfolge zu bewerten, die alte Überlieferung der Hebräer, das
Wissen um die Mysterien des alten Griechenlands und des alten Ägypten, die herme-tische Tradition bis hin zu den Smaragdtafeln und aus Indien die Grundpfeiler der Veden. Und das Besondere ist, alle sogenannten „alten Lehren“ lassen sich mit dem „Denken aus dem Ursprung“ eins zu eins in unsere Zeit übertragen. 
Worin sehen Sie heute Ihre Aufgabe?
Meine Motivation ist es, das ursprüngliche Wissen, soweit ich es bis heute verstanden habe, den interessierten Menschen weiterzugeben. Im Hintergrund um das ursprüngliche Wissen scheint immer der Weg der Selbsterkenntnis mit all seinen Stufen zu stehen. Die Wegbeschreibung könnte mit großen Überschriften lauten: Von der Fremd-Bestimmung über die ICH-Bestimmung zur SELBST-Bestimmung.

Was bringt es dem Interessierten, der diesen Weg gehen möchte? 
Eines bestimmt nicht: Das klassische heutige Streben und Bekommen von Ruhm und Erfolg. Ganz im Gegenteil, der Weg zur Selbsterkenntnis führt den Menschen weg vom Sklaventum der Vielheit „Noch größer, noch besser, noch schöner“ hin zum wieder bewussten Wahrnehmen durch die vier Denkwelten und zu der tiefen Wertschätzung von Welt und Mensch. Aus dem „Verbrauchen“ von Welt wird ein bewusstes „Genießen“ von Welt.
Welche Menschen besuchen Ihre Vorträge und Seminare?
Zum einen sind es Menschen, die den tiefen Sinn ihres Erlebens verstehen wollen. Die größere Anzahl sind jedoch Menschen, die zurzeit eine Schicksalsgeschichte begleitet. Angefangen von körperlichen Erkrankungen und psychologischen Problemen, privaten und beruflichen Existenzängsten, partnerschaftlichen und sexuellen Themen, Verlustängsten, sei es Todesnähe bei Mitmenschen oder bei sich selbst, Menschen im Lebens-Herbst mit ihren Sinnfragen
oder im Lebens-Winter mit ihrer Endlichkeit.
Welches Zitat begleitet Sie persönlich auf Ihrem Lebensweg?
Ich habe es vor vielen Jahren in einem kabbalistischen Buch gelesen: „Wer auf dem Weg zu sich selbst ist, merkt, dass er bereits am Ziele ist und wer am Ziele ist, merkt, dass er erst auf dem Wege ist.“


Stefan Plenk führt mit seiner Frau Karin Nikodem-Plenk das neue InnerChi Förderzentrum in Berchtesgaden. Es geht um Erwachsenenbildung und positive Lebensweisen. Themen sind Wahrhaftigkeit, Liebe und Einfachheit. Die beiden langjährigen Unternehmer möchten auf diesem Wege etwas zurück geben. www.coaches-mit-herz.com