Tantra - ein Weg für Beziehungsglück und Lebensfreude

Tantramassage (achtsame Berührungen) – ein Weg für Beziehungsglück
Tantramassage besteht aus achtsamen Berührungen ohne Absicht. © Harald Auer

Vielleicht haben Sie sich schon einmal gefragt, was sich hinter dem magischen Wort Tantra eigentlich versteckt? Haben Sie schon einmal Ihre beste Freundin oder Ihren guten Freund gefragt? Und falls ja, was war die Antwort? Diese Frage haben wir uns auch vor vielen Jahren gestellt.    

© Text & Foto: Michaela-Patricie und Harald Auer

Wenn wir google mit dem Wort „Tantra“ füttern, landen wir bei einem großen Menü aus seriösen Tantramassagen und weniger seriösen Angeboten vielfältiger Art wie zum Beispiel Werbung von erotischen Massageseiten. Per Definiton ist der Tantrismus eine Erkenntnislehre, die auf der Untrennbarkeit des Relativen und des Absoluten basiert. Der Tantrismus betont die Identität von absoluter und phänomenaler Welt. Das Ziel des Tantrismus ist die Einswerdung mit dem Absoluten und das Erkennen der höchsten Wirklichkeit (Quelle: Wikipedia).


Soweit die Theorie, aber was bedeutet nun Tantra in einer tantrischen Praxis?
Unsere erste tantrische Behandlung liegt etwa zehn Jahre zurück und war von vielen inneren Zweifeln und Ängsten begleitet. Was wird uns dort erwarten? Muss ich mich bei der Massage ausziehen? Was ist, wenn ich keinen guten Draht mit der Therapeutin/dem Therapeuten habe? Die reale Erfahrung war dann erfreulicherweise eine ganz andere. Ein herzliches Therapeutenpaar hat uns empfangen, es folgte ein kompetentes Erstgespräch mit vielen interessanten Fragen und viel Raum, eigene Wünsche oder auch Ängste anzusprechen. Natürlich berührten einige Frage auch Themen der eigenen Partnerschaft, dies ist jedoch sehr von Vorteil für die Beziehungsqualität, wie wir immer mehr festgestellt haben. Die ersten Erfahrungen mit Tantra waren daher auch sehr einladend und sind bis heute ein wichtiger Teil unserer Selbsterfahrung geblieben.
Es sind authentische Erlebnisse mit Themen wie der eigenen Sinnlichkeit und Akzeptanz seines weiblichen und männlichen Körpers (und seiner Sexualorgane) in einer völlig anderen Weise, als wir das vielleicht bisher im Leben erfahren haben. Bei der tantrischen Arbeit geht es erstmals um uns selbst: Um unsere Wünsche und Bedürfnisse, aber auch um die Arbeit mit Themen wie zum Beispiel alte Schamgefühle, traumatische Erlebnisse aufarbeiten sowie körperlichen Unsicherheiten aus der Kindheit oder der Zeit unserer ersten sexuellen Begegnungen.


In vielen Beziehungen hat sich der Leistungsgedanke auch in die Schlafzimmer und Betten der Paare geschlichen. „Bin ich gut genug im Bett für Sie? Hoffentlich kann ich lange durchhalten beim Sex. Was, wenn ich…“: Die Liste ließe sich noch lange fortführen.
In der therapeutischen Arbeit mit tantrischen Massagen beziehungsweise tantrischem Coaching geht es darum, dass wir lernen, absichtslos mit unserer Lust und Sinnlichkeit umzugehen. Dass wir lernen (und dies bedarf sehr oft wirklich einiger Übung), unsere Wünsche zu formulieren und auch herauszufinden, wie wir mit einem Nein unseres Gegenüber bei bestimmten Wünschen umgehen. Tantra ist aus unserer Sicht ein Weg für Singles und auch für Paare zu einer glücklicheren und erfüllteren sexuellen (meint auch lustvollen, spielerischen) Lebensweise. Es geht letztendlich um neue, alternative Wege, raus aus eingespurten und alten sexuellen Mustern. Tantrische Massagen bieten keinerlei sexuelle Verbindung (= weißes Tantra), es gibt jedoch auch vereinzelt Strömungen, die sexuelle Verbindungen mit einbeziehen (= rotes Tantra), was den Teilnehmern jedoch im Vorfeld bekannt ist und eine schriftliche Zustimmung verlangt (inklusive gesundheitlicher Nachweise).
Tantrische Arbeit wird im Internet in Form von Seminaren, Massagegruppen, Lehrgängen sowie auch als Einzel- und Paarmassage angeboten. Seriöse Merkmale von Anbietern sind unter anderem: Eine abgeschlossene Ausbildung sowie ein therapeutischer Grundberuf; eine gewerbliche Praxis, welche aktiv ausgeübt wird; Einträge bei gelisteten Vereinen und Verbänden (zum Beispiel Tantraverband Deutschland); klare, sichtbare Preisstrukturen und Vorgespräche.

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Sabine Zimmermann, Sozialpsychologin, Mediatorin, Coach und Heilpraktikerin für Psychotherapie für die Kraftquelle

Michaela-Patricie und Harald Auer 

praktizieren seit 10 Jahren Tantra und geben regelmäßig Workshops. Wichtig ist ihnen vor allem, dass Neueinsteiger sich willkommen und gut aufgehoben fühlen. Außerdem sind sie ausgebildet in Naturheilkunde, Körper-Trauma-Arbeit (SE) und Psychokinesiologie. Für weitere Informationen und praktische Erfahrungen können Sie die beiden Experten gerne persönlich kontaktieren unter: www.patricie-massage.at oder www.auer-systemaufstellungen.at