Gegen alles ist ein Kraut gewachsen

Gegen alles ist ein Kraut gewachsen  ©Text: Dr. H. C. Peter Jentschura

Die Verwendung von Kräutertees entspringt uraltem Wissen und ist aus der Medizingeschichte nicht wegzudenken: Die im Tee enthaltenen Wirkstoffe aus der Natur spielen für Wiederherstellung und Erhaltung von Gesundheit und Vitalität eine große Rolle.     ©Text: Dr. H. C. Peter Jentschura

Tees lassen sich innerlich und äußerlich anwenden. Als klassisches Aufgussgetränk werden gerne einzelne Teekräuter gezielt eingesetzt: Ingwer lindert Sodbrennen. Eine Fenchel-Kümmel-Mischung hilft bei Blähungen und Verdauungsbeschwerden. Brennnessel entwässert und hilft bei Hauterkrankungen. Salbei wirkt antibakteriell, und Kamille hat sich entzündungshemmend sowie bei Erkältungen als Schleimlöser bewährt. Nicht umsonst heißt es im Volksmund, dass gegen alles ein Kraut gewachsen ist. Die hohe Kunst der Kräuterteemischungen eröffnet darüber hinaus weitere Möglichkeiten: Die Naturheilkunde und die Traditionelle Chinesische Medizin etwa nutzen Kräuteraufgüsse zur Reinigung und Reinhaltung des Organismus.

Neuer Ansatz: Die genialen Erkenntnisse der Heilpraktikerfamilie Leisen 
In den 1920er-Jahren entwickelte der Heilpraktiker Matthias Leisen einen ganz neuen Ansatz zur Wirkweise der Pflanzen. Statt wie bisher ätherische Öle, Gerbstoffe, Saponine, Alkaloide oder andere sekundäre Pflanzenstoffe zu untersuchen, konzentrierte er sich auf die in den Pflanzen vorkommenden chemischen Elemente. Er begann seine Forschungen mit 48 Elementen des Periodensystems, auf deren Vorhandensein er neben Heilkräutern auch Gewürze und Gemüse, Nüsse, Samen und Salate feinstofflich untersuchte. Gemäß dem hippokratischen Lehrsatz „Eure Lebensmittel seien Eure Heilmittel!“ beleuchtete Leisen die Rolle der Pflanzen in der Therapie. Gleichzeitig begann er zu erforschen, welche Elemente an unterschiedlichen Krankheiten „beteiligt“ sind – ob hilfreich oder schädlich. Dabei kann es sich um einen Mangel handeln, der zum Beispiel öfter bei Eisen, Jod und Selen vorkommt. Elemente können aber auch in Form unerwünschter „Verdichtungen“ vorkommen, wie zum Beispiel bei Schwefel, Quecksilber, Blei oder Arsen. Diese können an Krankheiten wie Diabetes mellitus beteiligt sein oder an Ablagerungen, das heißt Verschlackungen, wie man sie bei Gicht, Rheuma, Gallen-, Nieren- und Blasensteinen vorfindet.

Das homöopathische Prinzip: Gleiches löst Gleiches!
Der Erfolg dieses Heilverfahrens beruht auf der Erkenntnis, dass die einer Krankheit zugrunde liegenden mineralischen Schlacken in verdichteter Form im Körper vorhanden sind. Wenn die gleichen Mineralien in verdünnter Form – wie sie in den Pflanzen vorkommen – aufgenommen werden, können die Schlacken ausgespült werden. Passende Kräuterteemischungen tragen dazu bei, Verschlackungen zu lösen, indem diese in ihre ursprünglichen Bestandteile aufgespalten werden. Ein besonders bekannter „Leisentee“ ist eine Mischung aus zehn Pflanzen, welche die von Leisen erforschten 48 Elemente mindestens einmal enthält. Da diese Mischung alle festgestellten Verdichtungen verhindern, also „abriegeln“ sollte, nannte er sie „Riegeltee“.


Die letzten Druiden 
Die beiden Gesundheitsautoren Dr. h. c. Peter Jentschura und Josef Lohkämper („Gesundheit durch Entschlackung“ und „Zivilisatoselos leben“) führen auf Wunsch von Leisens Tochter die Forschungen weiter und wenden sie seit gut 30 Jahren auf moderne Zivilisationskrankheiten an. Das Elementespektrum (mittlerweile 55) wird für 275 Krankheiten zur Anwendung gebracht und umfasst unzählige Kräuter, Gemüse, Salate, Samen, Nüsse, Gewürze und Öle.  Die Philosophie von Leisen ist ein wesentlicher Baustein des von Jentschura und Lohkämper erforschten „Dreisprungs der Entschlackung“. Dieser beinhaltet die Bereiche Schlackenlösung, Neutralisierung und Ausscheidung. Die Aufspaltung der abgelagerten Schlacke in ihre Bestandteile erfolgt durch entsprechende Tees, während Säuren und Gifte durch pflanzliche Vitalstoffe neutralisiert und mittels basischer Körperpflege über die Haut ausgeschieden werden.  Der Geist von Leisen lebt somit in diesem ganzheitlichen Konzept weiter.
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Dr. h. c. Peter Jentschura ist Erfolgsautor und Geschäfts-führer der Jentschura International GmbH in Münster. Seit 30 Jahren befasst er sich mit der Erforschung moderner Zivilisationskrankheiten, insbesondere des menschlichen Stoffwechsels. Für sein Lebenswerk ehrte ihn die Russische Akademie der Naturwissenschaften in Moskau mit der Ehrendoktorwürde im Fachbereich Biomedizin. www.p-jentschura.com