Die heilsame Berührung von Wortklängen

heilsame Berührung von  Wortklängen – Mantras. Artikel im Magazin Kraftquelle

Worte sind ein machtvolles Instrument der Schöpfung. „Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott. Und Gott war das Wort.“ Nicht nur in der Bibel finden wir diese Aussage als Auftakt zur Schöpfungsgeschichte. Auch die Veden stellen einen klangvollen Bezug zur Schöpfung her: „Am Anfang war Brahma und das Wort war bei ihm.“  © Text: Bettina Steiner

Auch indigene Völker gehen davon aus, dass alles, was ist, dem Klang entspringt. Im indigenen Verständnis ist Schönheit mit dem Gesund-Sein gleichzusetzen. In neuer Zeit belegt die Forschung von Masaru Emoto eindrucksvoll die Wirkung von unter anderem Wortschwingung auf die molekulare Struktur des Elements Wasser.

Wenn der Wort-Klang maßgeblich zur Schöpfung beiträgt, was kann ich ganz persönlich zur Schöpfung meiner Realität beitragen? 

Mantras eröffnen uns die Welt des heilsamen Wort-Klangs. Mantras sind für mein Empfinden Wortschwingungen, die zu Gebeten werden und harmonische, ordnende Klangmuster in unser Sein und in die Welt weben. Diese Klangmuster wirken sich klärend, ordnend auf unsere Gedanken- und Gefühlswelt aus und erreichen uns bis in die tiefsten Ebenen des Unterbewusstseins, zum Beispiel unseres Zellbewusstseins.
Dr. med. Mohani Heitel, eine aus Indien stammende Ärztin, Mantra-Sängerin und Autorin des Buches „Die heilenden Klänge der Mantras“, erklärt: „Jeder Buchstabe, jedes Wort und jede Silbe hat neben der Bedeutung im allgemeinen Sprachgebrauch zusätzlich noch eine Klanginformation, ein besonderes Klangmuster. Träger dieser Klangmuster ist zum einen unser Körper, der aus verschiedenen Elementen besteht und zum anderen der Luftstrom, der durch unseren Atem geführt wird. Zwerchfell, Kehlkopf, Mund, Lippen, Zunge und der unterschiedlich geführte Luftstrom sind an der Klangbildung beteiligt. Jedem Klangmuster liegt ein bestimmtes Atemmuster und eine bestimmte Führung des Atemstroms zugrunde. Der Atem ist mit Lebensenergie gefüllt. Die Mantra-Anwendung stellt eine subtile Energiearbeit dar.“


Mantra

Das Wort Mantra stammt aus dem Sanskrit und besteht aus den Wurzeln „manas“ und „tra“. „Manas“ ist die Gesamtheit der Gedanken- und Gefühlswelt. „Tra“ bedeutet rettend, haltend oder beschützend.

Mantra-Beispiel: SAT NAM Wahe Guru Ji (Sprache: Gurmukhi)
Wahrhaftigkeit ist mein Name – Wahrhaftigkeit ist der göttliche Name. Wenn wir uns mit Sat Nam begrüßen, anerkennen wir das Göttliche in uns und in unserem Mitmenschen. Indem wir Sat Nam singen, beziehen wir uns auf die Ebene, über die wir alle miteinander verbunden sind – die allumfassende Liebe und Wahrhaftigkeit. Wahe Guru Ji verbindet und durchlichtet uns mit dem Licht unserer Seele. Geben wir alles Belastende in die Klangschwingung und lassen uns mit dem Licht unserer Wahr-haftigkeit durchströmen.


Welche Auswirkungen haben diese Klangmuster auf uns?
Jedem Mantra liegt eine bestimmte Grundqualität zugrunde, ein ordnendes Muster, mit der wir uns über das Singen verbinden und die Resonanz auf diese Qualität in unserem Sein stärken. Die Wiederholung der heilsamen Worte verstärkt und erdet diese ordnende Qualität in unserem Sein. Es gibt Mantras, die Zuversicht schenken, Selbstliebe fördern, Kraft spenden, Ängste wandeln u.v.m. Sie wirken ausgleichend auf unsere Energiezentren und stärken deren Kommunikation. Wenn wir Mantras singen, berühren wir mit unserer Zungenspitze 84 Meridianpunkte in unserem Gaumen. Dadurch werden diese stimuliert und die damit verbundenen Organe harmonisiert. Dieses komplexe Zusammenwirken der Wort-Klang-Schwingungen löst sanft Blockaden, vertieft unsere Atmung. Chemische und elektrophysikalische Reaktionen auf diese Schwingungen und den Atemrhythmus wirken zum Beispiel auf Gehirnwellen, Stoffwechsel und Immunsystem. Wir üben, uns selbst zu hören und gehört zu werden. Wir üben Hingabe und Empfangen. Die Beziehung zu sich selbst wird gestärkt. Ruhe, Frieden, Freude und Gelassenheit können erfahren werden. Wir erleben, im Ein-Klang zu sein. Im gemeinsamen Singen verstärkt sich das tragende Gefühl, verbunden und geborgen zu sein. Singen Sie aus vollem Herzen Ihr Lieblingsmantra und erleben die heilsame Berührung des Klangs.



Bettina Steiner
arbeitet selbständig in ihrer Praxis für intuitive Heilung im Allgäu. Sie bietet Einzelsitzungen, Seminare und Konzerte zum Thema an. Licht und Klang empfindet sie als Ursprung unserer Schöpfung und somit als liebe- und wirkungsvolles Instrument der Heilung. www.intuitiveheilung.de